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Gesellschaften entwickeln seit Jahrtausenden ihre epochendefinierenden Kulturen. Werte, Philosophien oder Neigungen mit der gezielten Gestaltung des äusseren Erscheinungsbild zum Ausdruck zu bringen, scheint ein naturgegebenes und kulturübergreifendes Streben.
Die Faszination liegt in der Individualität der Umsetzung. So hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte sowohl das Handwerk der Produkte, als auch das Handwerk der Rasur an sich so vielfältig wie der Mensch selbst entwickelt.
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Doch nicht nur in der designaffinen Optik edler Materialien liegt der Reiz ambitionierter Utensilien. Es ist die Haptik, die das Schäumen, Massieren und Führen zu einem belebenden Ereignis werden lässt. Zartes Porzellan stimuliert das Assoziations-Ambiente anders, als kunstvoll verarbeitetes Carbon oder etwa die Veredelung mit Naturlack der Urushi Handwerkskunst.
So verwundert es nicht, dass bei einer Umfrage etwa die Hälfte unserer Leser mehr als zwei differente Hobel bzw. Rasierer und Pinsel besitzen und diese zur ihrer aktiven Kollektion zählen.
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Betrachtet man heutige Rasurprodukte und die mit der Kunst der Rasur erzielten Ergebnisse, so ist im Streben nach Ausdruck der Ausdruck von Genuss implementiert.
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Präzision über der Haut, kein Riss, kein Brennen, die Pflege sanft und als Resultat glatte, samtweiche Haut - wer die hohe Kunst der Rasur beherrscht, ihren Ritus als Bestandteil vom Ausdruck des eigenen Stils versteht, der erlebt Rasurkultur als Genuss. Jener Genuss findet auch optisch sein Äquivalent. Die Ästhetik von edlen Pinseln, eleganten Hobeln oder stilsicheren Accessoires ergeben den intimen Genuss des persönlichen Lifestyle.
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Auch bei den Pflegeprodukten wird offensichtlich viel Wert auf Natürlichkeit und Qualität gelegt. Natürliche Öle, hochwertige Seifen oder erfrischend und beruhigendes After Shave wird auf den persönlichen Typus differenziert abgestimmt.
“Männer wollen in ihren Pflegeritualen Ästhtik mit mehr Natürlichkeit verbinden. Sie achten auf Design und sind zunehmend sensibilisiert für die Zusammensetzung der Produkte, mit denen sie Haut und Haar verwöhnen wollen.” sagt Andreas Müller, Geschäftsführer von Mühle. Seine Aussage deckt sich mit den Ambitionen und Erlebnissen unserer Leser - allerdings gelten diese Unisex.
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Männer und Frauen haben uns gleichermaßen ihre ganz persönlichen Rasur-Genuss-Anekdoten berichtet. So fand sich eines Morgens Heinrich K. vor der Herausforderung, mit einem neuen Ensemble seinem alltäglichen Rasurritual zu frönen. Seine Gattin hatte bisher immer eine treffsichere Auswahl an genussversprechenden Dingen getroffen. Edel, stilsicher und erwartungsgemäss designaffin boten Dachshaarpinsel, Schale und Hobel das adäquate Ambiente zur Vorfreude. Das Geschenk seiner Liebsten versprach seinen Geschmack zu treffen.
“Ich war sehr gespannt auf die Rasur. In der warmen Porzellanschale formte sich der Schaum ideal. Das Auftragen mit dem neuen Pinsel war wunderbar belebend. Dann nahm ich den neuen Hobel. Ein bisschen nervös führte ich die Klinge mit dem ersten Streifen über meine Wange. Ich hatte Respekt und Bedenken. Es könnte ja ungewollte Schnitte oder Risse geben. Doch nichts der Gleichen. Glück, dachte ich. Nach dem dritten und vierten Herabgleiten wurde ich immer entspannter. Ich genoss, wie leicht und angenehm, ich mit dem neuen Hobel die Kinnpartie meisterte. Nach dem kühlfeuchten Handtuch und dem von meiner Frau ausgesuchten Balsam auf meiner Haut... ah, jetzt war mir klar, was meine Frau wohl im Sinn gehabt haben musste, als sie mir dieses gelungene Geschenk zusammenstellte - ich hatte eine Haut wie ein “Babypopo”.”
Amüsant sind die vielen Gemeinsamkeiten in den beschriebenen Empfindungen der unterschiedlichsten Anekdoten unserer Leser und Leserinnen - Genuss. Ebenso unterschiedlich ist Geschmack und Vorliebe bei dem Equipment der Wahl und im Stil der Anwendung. Es ist wohl gerade die Einigkeit im Genuss mit inspirierender Individualität in der Umsetzung, wodurch Rasur zur Rasurkultur avanciert.
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Photo Credits: Mühle, Scabal, Fotolia, Kaldewei, Bentley, Hugo Boss
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